- Das BIÖG empfiehlt ein eigenes Babybett im Elternzimmer, Rückenlage und eine feste, ebene Matratze.
- Tragbare Bettgitter sind nach der AAP-Empfehlung keine Schlaflösung für Säuglinge.
- Besprecht euren tatsächlichen Schlafplatz und die nächtlichen Abläufe mit einer Hebamme oder kinderärztlichen Praxis.
Schlafwissen
Ein eigener Schlafplatz in eurer Nähe
Nähe beim Stillen, Beruhigen und nächtlichen Aufwachen ist vielen Familien wichtig. Ein Babybett im Elternschlafzimmer ermöglicht kurze Wege und einen eigenen Schlafplatz. Im gleichen Zimmer zu schlafen ist etwas anderes, als dieselbe Matratze zu teilen.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, kurz BIÖG, empfiehlt für das erste Lebensjahr möglichst ein eigenes Babybett im Elternschlafzimmer. Seine Schlafempfehlungen nennen außerdem Rückenlage, eine feste und ebene Matratze sowie eine sparsame Schlafumgebung.
Die Grundempfehlungen für den Baby-Schlafplatz
- Rückenlage: Legt euer Baby zum Schlafen auf den Rücken.
- Feste, ebene Matratze: Verwendet eine geeignete Schlafunterlage im eigenen Babybett.
- Ohne Kopfkissen und Bettumrandungen: Haltet den Schlafplatz frei von diesen zusätzlichen weichen Gegenständen.
- Freie Atemwege: Gebt nichts ins Bett, das Mund oder Nase bedecken kann.
Das BIÖG empfiehlt Schlafsäcke statt Bettdecken und gibt weitere Hinweise zum Vermeiden von Überwärmung. Die verlinkte Fachseite erläutert diese Punkte genauer. Ein übersichtlicher Schlafplatz braucht deshalb nicht möglichst viele zusätzliche Produkte.
Welche Rolle spielen tragbare Bettgitter?
Die American Academy of Pediatrics, kurz AAP, rät in ihren Schlafempfehlungen von 2022 davon ab, tragbare Bettgitter an Erwachsenenbetten für Säuglinge zu verwenden. Als Gründe nennt sie Einklemm- und Strangulationsgefahren.
Gemeint sind nachrüstbare Bettgitter, keine Gitterwände eines geeigneten Babybetts. Eine solche Barriere macht ein Erwachsenenbett nicht zu einem empfohlenen Baby-Schlafplatz. Auch erste Drehversuche oder das Krabbeln ändern diese Einordnung nicht.
Wann gemeinsames Schlafen vermieden werden soll
Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt ebenfalls einen eigenen Baby-Schlafplatz im selben Zimmer. Seine Hinweise zum Babyschlaf nennen wichtige Situationen, in denen ihr das gemeinsame Erwachsenenbett meiden sollt:
- Rauchen, Alkohol oder Drogen bei einem Elternteil;
- Medikamente, die schläfrig machen;
- sehr starke Müdigkeit;
- Frühgeburt oder niedriges Geburtsgewicht des Babys;
- Fieber oder Krankheitszeichen beim Baby.
Mit einem Baby auf Sofa oder Sessel einzuschlafen, ist besonders problematisch. Der NHS rät dazu, das Baby nach Kuscheln oder Füttern wieder in sein eigenes Bett zu legen, bevor ihr einschlaft. Die Empfehlungen sind keine Zusage, dass sich alle Risiken ausschließen lassen.
Den Nachtalltag gemeinsam besprechen
Überlegt, wie eure Nacht tatsächlich abläuft: Wo liegt das Baby zum Schlafen? Wo füttert oder beruhigt ihr es? Wie ist sein eigener Schlafplatz erreichbar? Was macht ihr, wenn ihr bemerkt, dass ihr selbst beim Füttern müde werdet?
Wenn dabei Fragen offenbleiben, beschreibt eurer Hebamme oder kinderärztlichen Praxis den Schlafplatz und die konkreten Abläufe. So lässt sich eure Situation gezielter besprechen als mit der allgemeinen Frage nach einem Familienbett. Für das Gespräch können eine kurze Beschreibung des Betts und eurer üblichen Nacht hilfreich sein.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein eigener Schlafplatz im Elternzimmer?
Das Baby schläft in seinem eigenen Babybett im selben Raum wie die Eltern. Ihr seid nah beieinander, ohne dieselbe Matratze zu teilen.
Muss ich viele zusätzliche Schlafprodukte kaufen?
Die BIÖG-Empfehlungen konzentrieren sich auf eine einfache Schlafumgebung: eigenes Babybett, feste und ebene Matratze, Rückenlage und ein freier Schlafplatz.
Mit wem bespreche ich eine individuelle Frage?
Eine Hebamme oder kinderärztliche Praxis kann mit euch über den konkreten Schlafplatz und eure Nachtabläufe sprechen. Die verlinkten Fachseiten liefern die allgemeinen Empfehlungen.
Quellen & weiterführende Informationen
Dein nächster Schritt
Eure Fragen zum Babyschlaf besprechen
Lest die verlinkten Fachinformationen und besprecht eure persönliche Nachtsituation mit eurer Hebamme oder kinderärztlichen Praxis.
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